Zeitdilatation
Bewegte (oder tiefer im Gravitationsfeld liegende) Uhren gehen langsamer als ruhende.
Zeitdilatation ist das Langsamergehen der Zeit für eine relativ zum Beobachter bewegte Uhr, um den Lorentz-Faktor γ = 1/√(1−v²/c²). Bei Alltagsgeschwindigkeiten ist sie vernachlässigbar; nahe der Lichtgeschwindigkeit wird sie dramatisch — darauf beruht das berühmte Zwillingsparadoxon. Die Allgemeine Relativitätstheorie fügt eine zweite Art hinzu: Auch Uhren tiefer im Gravitationsfeld gehen langsamer.
Beides wird regelmäßig bestätigt: Schnell bewegte Teilchen leben länger, 1971 um die Welt geflogene Atomuhren (Hafele-Keating-Experiment) wichen um die vorhergesagten Beträge ab, und das GPS muss beides täglich berücksichtigen — zusammen gehen die Satellitenuhren um etwa 38 Mikrosekunden pro Tag vor.