Quantenverschränkung
Verbundene Teilchen, deren Messungen über jede Distanz korreliert bleiben — Einsteins „spukhafte Fernwirkung“.
Sind zwei Teilchen verschränkt, bleiben ihre Messergebnisse korreliert, egal wie weit sie voneinander entfernt sind — Signale schneller als Licht lassen sich damit allerdings nicht senden. Einstein, Podolsky und Rosen führten den Effekt 1935 an, um die Quantentheorie als unvollständig zu kritisieren; den Namen „Verschränkung“ prägte Erwin Schrödinger im selben Jahr, und Einstein nannte es später (1947) „spukhafte Fernwirkung“.
Aufbauend auf John Bells Theorem von 1964 haben Experimente seit den 1970er-Jahren bestätigt, dass die Verschränkung real ist; Alain Aspect, John Clauser und Anton Zeilinger erhielten dafür 2022 den Physik-Nobelpreis. Heute ist sie ein Werkzeug für Quantencomputer und Kryptografie.